Am ersten Novemberwochenende ist Vereins-Gartenaktion. Gemeinsam bekommen wir einen Container für alle Gartenabfälle. Hinten in meinem Garten liegt ein gefällter Baum, mit allem was dazu gehört. Der muss raus. Und sonst?
Frau F und der Wasserwart empfahlen mir, mich bald um die wilde Hecke zu kümmern, da sie sich schon fast über die eine Hälfte des Weges erstreckt.
Ich habe keine Ahnung. Bisher hatte ich mit Garten nie was am Hut. Auf meinem Balkon habe ich diverse Pflanzen gehabt. Die Pflanzen, die den Winter überlebten, durften auch den nächsten Sommer bei mir verbringen. Sonst eben nicht. Mir reichte das.
Jens!
Mein langjähriger Freund Jens ist Gärtner, Baumkletterer und -pfleger. Vor zwei Jahren haben wir uns das letzte Mal gesehen. Ich klingel bei ihm durch und erreiche ihn in Polen. Nachdem ich von meinem Häuschen erzähle, sagt er mir zu, gleich in der kommenden Woche Montag zu kommen und mal zu gucken, was wir da machen können. So steht er schon drei Tage später in meinem Garten und entwirft einen Plan. Wir legen einen Gartentag am nächsten Wochenende ein, er bringt sein Werkzeug mit, und dann geht es zur Sache.
Das Wetter ist bilderbuchtauglich für einen Gartentag wie diesen. Wir treffen uns um 12 Uhr, seine jüngste Tochter ist mitgekommen und hilft. Gegen 15 Uhr stößt eine meiner neuen Nachbarinnen dazu und hilft, Äste kleinzuschneiden.
Am Nachmittag hat er den gefällten Baum klein gesägt, die wilde Hecke nachbarschaftstauglich gezähmt, eine kleine Kiefer gefällt, die große Kiefer beschnitten, ein grünes Getüm ausgewurzelt und entfernt, alles, was hier nicht wachsen soll, zurückgeschnitten und den Komposthaufen umgesetzt.
Wir feiern das mit einer Pizza Casa Italiana. Ein sehr erfolgreicher Tag.


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