"Hallo Frau G! Hatten Sie einen schönen Urlaub?"
"Ja, danke, nur zu kurz", sagt sie.
Ach, naja, kam mir gar nicht so vor.
"Und wie sieht es aus?", frage ich.
"Ich bin dabei meine email zu checken, die Hälfte habe ich schon. Leider habe ich noch keine Neuigkeiten."
"Nein?"
"Nein, leider."
"Was denken Sie, wie lange Sie noch brauchen?"
"Ich weiß nicht, ich muss mal unseren Geschäftsführer fragen."
"Ja, bitte."
"Auf jeden Fall kann ich sagen, dass Sie das höchste Angebot abgegeben haben."
"Ja! Super!"
"Bitte haben Sie noch etwas Geduld."
"Na, das ist nicht meine leichteste Übung", gestehe ich. "Ich müsste auch mal langsam anfangen, der Winter naht", gebe ich zu bedenken.
"Bitte, bleiben Sie uns erhalten."
Na gut.
The story of the HAUS - das Tagebuch der Geschichte unseres Hauses. Bitte denk dran, ein Blog ist von unten nach oben aufgebaut. Wenn du beginnen möchtest, fange mit der ersten Geschichte vom Januar 2009 an und lese dich dann hoch. Am Ende des ersten Kapitels gibt es einen kleinen Link "Neuerer Post". Den Klicken, dann kommt Kapitel 2, am Ende des zweiten Kapitels usw... Viel Spaß! Deine SCHINKEL-COMPANY
Samstag, 28. August 2010
Freitag, 27. August 2010
31 Vier Wochen sind 30 Tage
Die vier Wochen kriechen, aber dann sind sie doch um. Ab dem 24. werde ich unruhig. Ruf sie mal nicht gleich an, denke ich, sie muss ja erstmal ankommen. Geduld, sage ich mir, Geduld.
Am 26. abends greife ich nachmittags zum Hörer. Anrufbeantworter. Handy. Voicebox. Zentrale. Frau G hat bis morgen Urlaub. Ah, sie kommt erst übermorgen wieder? Ja, genau.
Geduld.
Am 26. abends greife ich nachmittags zum Hörer. Anrufbeantworter. Handy. Voicebox. Zentrale. Frau G hat bis morgen Urlaub. Ah, sie kommt erst übermorgen wieder? Ja, genau.
Geduld.
Mittwoch, 25. August 2010
30 Mit der Bitte um Geduld
Sehr geehrte Frau Schinkel,
vielen Dank für Ihr Angebot. Ich muss Sie leider noch ein wenig um Geduld bitten. Sie werden nach meinem Urlaub am 26.09.10 von uns hören...
Vier Wochen? Wieviel Geduld soll ich denn noch üben? Das übersteigt fast das, was ich noch in der Lage bin wegzustecken. Ich beschließe, sie nicht anzurufen.
Ich antworte auf ihre mail, dass ich mich für ihre mail bedanke und also noch ein wenig Geduld übe und ihr einen schönen Urlaub wünsche. Senden.
Eine Sekunde später habe ich den Hörer in der Hand.
"Hallo Frau G, ich habe Ihnen gerade eine mail geschickt."
"Ach, habe ich noch gar nicht gesehen", sagt sie.
"Nein, das kann ich mir denken", sage ich, "sie ist ja gerade erst raus."
"Achso", sagt sie.
Schweigen.
"Und?", frage ich.
"Ich kann leider noch nichts sagen."
Aber dem Gespräch, das sich dann entwickelt, entnehme ich, dass sie sich mich als neue Bewohnerin des Hauses gut vorstellen kann. Das macht mich glücklich, für diesen Moment.
"Also, dann habe ich mal Geduld", sage ich, nocheinmal. "Schönen Urlaub!"
vielen Dank für Ihr Angebot. Ich muss Sie leider noch ein wenig um Geduld bitten. Sie werden nach meinem Urlaub am 26.09.10 von uns hören...
Vier Wochen? Wieviel Geduld soll ich denn noch üben? Das übersteigt fast das, was ich noch in der Lage bin wegzustecken. Ich beschließe, sie nicht anzurufen.
Ich antworte auf ihre mail, dass ich mich für ihre mail bedanke und also noch ein wenig Geduld übe und ihr einen schönen Urlaub wünsche. Senden.
Eine Sekunde später habe ich den Hörer in der Hand.
"Hallo Frau G, ich habe Ihnen gerade eine mail geschickt."
"Ach, habe ich noch gar nicht gesehen", sagt sie.
"Nein, das kann ich mir denken", sage ich, "sie ist ja gerade erst raus."
"Achso", sagt sie.
Schweigen.
"Und?", frage ich.
"Ich kann leider noch nichts sagen."
Aber dem Gespräch, das sich dann entwickelt, entnehme ich, dass sie sich mich als neue Bewohnerin des Hauses gut vorstellen kann. Das macht mich glücklich, für diesen Moment.
"Also, dann habe ich mal Geduld", sage ich, nocheinmal. "Schönen Urlaub!"
Sonntag, 22. August 2010
29 - 17.00 Uhr
Meine Freundin Antje kommt am Nachmittag noch zu Besuch. Wir sehen uns selten, seit sie aus Prenzelberg an den Müggelsee gezogen ist. Ich hole sie von der S-Bahn ab. In den folgenden 24 Stunden bin ich nicht in der Lage, über irgendetwas anderes als das Haus zu sprechen. Ich lasse detailliert jede Situation Revue passieren, mehrfach. Glücklicherweise hat Antje viel Verständnis und teilt meine Aufregung.
Wir gehen nochmal zum Haus. Sie ist begeistert und sagt, sie glaube, dass ich es bekomme. Das höre ich gern.
Glücklicherweise unterstützt sie mich beim Verfassen des Angebotsschreibens. Es geht gleich am nächsten Morgen raus.
Wir gehen nochmal zum Haus. Sie ist begeistert und sagt, sie glaube, dass ich es bekomme. Das höre ich gern.
Glücklicherweise unterstützt sie mich beim Verfassen des Angebotsschreibens. Es geht gleich am nächsten Morgen raus.
28 - 15.30 Uhr
Um Punkt 15.30 gehe ich den schmalen Weg bis zur Haustür. "Hallo" rufe ich hinein, "Hallo" antwortet es von drinnen. Und dann taucht Frau G an der Haustür auf.
Ich stelle mich vor und wir schütteln unsere Hände. Dabei schaut sie mich ein Momentchen länger an, als ich erwartet hätte. Wir sind uns gleich sympatisch, das merke ich.
"Kommen sie herein", sagt sie. Ich folge ihr in das düstere Häuschen. Viel Holzvertäfelung, wenig Licht.
"Haben sie Phantasie?"
"Und wie", antworte ich.
Dann stellen wir uns vor, was man alles daraus machen könnte. Den Boden raus, und den Blick frei bis hoch ins Dach! Wir sind beide begeistert. Als sie mir gerade das kleine Dachzimmer zeigt, klingelt mein Telefon. Wie peinlich.
"Darf ich rangehen? Vielleicht ist es ja derjenige, den ich erwarte", sage ich, und gehe ans Telefon.
"M hier", sagte der Baugutachter, "wo sind Sie denn?"
"Bin schon drinnen."
"Ich bin fast da", sagt er.
"Prima" freue ich mich.
Frau G und ich schauen weiter. Wieder klingelt es. Ich verdrehe ein wenig die Augen und zucke hilflos mit den Schultern.
"Wo ist das denn", fragt Herr M.
"Warten Sie, ich komme raus", sage ich, klettere schnell die kleine Treppe hinuter und gehe nach vorn auf den Zubringerweg. Da steht er, ich winke ihm zu.
"Hier" rufe ich, und da kommt er auch schon. Nett sieht er aus. So ein Glück.
"Am besten schauen wir erstmal von außen", sagte er.
Wir folgen ihm in den Garten. Er bleibt an der Hausecke stehen.
"Die Regenrinne ist schief", sagt er. "Das kann Probleme geben. Man muss ein Ablaufrohr installieren."
Ich frage mich, wieso das wichtig ist, sage aber nichts. Er lässt sich noch 1-2 weitere Minuten über die Regenrinne aus.
Da rutscht es mir heraus: "Ist doch egal, oder?"
"Ja", sagt er, "ich will es ja nur der Vollständigkeit halber erwähnen."
"Danke, ja, natürlich" erwidere ich, "machen Sie das, dafür habe ich Sie ja mitgenommen. Ich bin immer so schnell begeistert."
Wir gehen weiter. Er ist mit den weiteren Zuständen zufrieden.
"Gar nicht schlecht, der Zustand", sagt er.
Wir gehen hinein. Nach ein paar Minuten kommt eine Familie mit drei kleinen Kindern hinzu. Frau G kümmert sich nun um die Neuankömmlinge. Ich gehe mit Herrn M nochmal unter das Dach.
"Ja", sagt er, "das Dach muss isoliert werden. Man muss schauen, was hier drunter ist. Das ist laienhaft isoliert. Das muss neu."
"Mir gefällt es grundsätzlich", sage ich.
"Ja, mir auch", sagt er.
"Ich möchte es nehmen", sage ich.
"Dazu würde ich ich Ihnen auch raten", sagt er.
"Was soll ich nur sagen?" frage ich ihn.
"Sagen Sie doch einfach, Sie ziehen Montag ein."
Gute Idee.
Wir gehen wieder runter. Mittlerweile ist noch ein Pärchen eingetroffen. Es ist voll im kleinen Wohnzimmer und in der Küche. Was machen die alle in meinem Häuschen, frage ich mich? Als Herr M fortfährt, seine Baueinschätzung zu äußern, bremse ich ihn.
"Das können Sie mir ja dann gleich draußen erzählen."
Wir flüstern jetzt. Schließlich zahlen die anderen ihn ja nicht, da darf ich wohl seine Informationen für mich behalten, denke ich, obwohl ich sonst ja gern großzügig bin.
"Was soll ich nur anbieten?", frage ich ihn.
"Wie teuer sind denn die anderen Häuser gewesen?", fragt er mich.
"Welche anderen Häuser?"
"Na, Sie werden sich doch andere Häuser hier angeschaut haben", antwortet er.
"Nein wieso?", frage ich, "nur dieses hier. Ich brauche ja nur eins, das reicht doch. Ich will dieses."
"Sie sind ja entscheidungsfreudig", sagt er, "ich bewundere Sie dafür."
"Ja? Warum denn das?"
Mir ist nicht recht klar, was er meint. Ich denke, es ist nett gemeint.
"Danke" füge ich deshalb hinzu.
Frau G unterhält sich mit dem Familienvater. Ich will nicht weiter stören und nehme meine Jacke.
"Ich geh dann mal", sage ich.
"Sie haben ja noch ein bisschen Zeit", ruft Frau G mir zu.
Ich stutze. "Ja", sage ich, "klar."
Dann verschwindet sie mit dem Familienvater nach draußen und ich höre eben noch, wie er nach der Wasserleitung fragt. Da fällt mir ein, dass ich die natürlich auch noch sehen wollte. Ich gehe hinterher und winke Herrn M, der bereits draußen vor dem Grundstück wartet:
"Wir wollen uns eben noch die Wasserleitung ansehen."
"Achja", sagt er, und folgt uns.
Frau G hebt das Brett an und legt den Blick frei auf die Wasserleitung in der 1,50 m tiefen Grube. Wir schauen alle schweigend hinein.
"Sehr hübsch", entfährt es mir, und Frau G und ich lachen. Dann klappt sie den Deckel wieder zu. Der Familienvater geht zurück ins Haus und ich nutze die Gunst der Stunde, allein mit Frau G zu reden.
"Ich ziehe gleich morgen ein", sage ich.
Sie lacht. "Na, so schnell geht das nicht. Was bieten Sie denn?"
Ich winde mich.
"Ich weiß nicht, was soll ich denn sagen? Was, wenn andere dann mehr bieten," frage ich sie, "ich will doch das Haus."
"Sagen Sie doch einfach mal ein Angebot."
"Nein, wirklich, was soll ich denn sagen?"
"Na gut", sagt sie, "Machen wir es mal so. Der Sozialdienst freut sich, wenn er 20.000 bekommt, wenn es mehr ist, ist das gut, wenn es weniger ist, naja..."
"Ok", sage ich, und erinnere mich an Kinskys Worte, "ich habe hin und her überlegt und bin auf folgende Summe gekommen."
Frau G schaut mich interessert an.
"18.000", sage ich.
"Ah ja", erwidert sie, "das sind ja schon fast 20."
"Ja", sage ich.
"Geben Sie Ihr Gebot bitte schriftlich per mail ab, ja?"
"Ja, gern", antworte ich.
Wir verabschieden uns.
Ich stelle mich vor und wir schütteln unsere Hände. Dabei schaut sie mich ein Momentchen länger an, als ich erwartet hätte. Wir sind uns gleich sympatisch, das merke ich.
"Kommen sie herein", sagt sie. Ich folge ihr in das düstere Häuschen. Viel Holzvertäfelung, wenig Licht.
"Haben sie Phantasie?"
"Und wie", antworte ich.
Dann stellen wir uns vor, was man alles daraus machen könnte. Den Boden raus, und den Blick frei bis hoch ins Dach! Wir sind beide begeistert. Als sie mir gerade das kleine Dachzimmer zeigt, klingelt mein Telefon. Wie peinlich.
"Darf ich rangehen? Vielleicht ist es ja derjenige, den ich erwarte", sage ich, und gehe ans Telefon.
"M hier", sagte der Baugutachter, "wo sind Sie denn?"
"Bin schon drinnen."
"Ich bin fast da", sagt er.
"Prima" freue ich mich.
Frau G und ich schauen weiter. Wieder klingelt es. Ich verdrehe ein wenig die Augen und zucke hilflos mit den Schultern.
"Wo ist das denn", fragt Herr M.
"Warten Sie, ich komme raus", sage ich, klettere schnell die kleine Treppe hinuter und gehe nach vorn auf den Zubringerweg. Da steht er, ich winke ihm zu.
"Hier" rufe ich, und da kommt er auch schon. Nett sieht er aus. So ein Glück.
"Am besten schauen wir erstmal von außen", sagte er.
Wir folgen ihm in den Garten. Er bleibt an der Hausecke stehen.
"Die Regenrinne ist schief", sagt er. "Das kann Probleme geben. Man muss ein Ablaufrohr installieren."
Ich frage mich, wieso das wichtig ist, sage aber nichts. Er lässt sich noch 1-2 weitere Minuten über die Regenrinne aus.
Da rutscht es mir heraus: "Ist doch egal, oder?"
"Ja", sagt er, "ich will es ja nur der Vollständigkeit halber erwähnen."
"Danke, ja, natürlich" erwidere ich, "machen Sie das, dafür habe ich Sie ja mitgenommen. Ich bin immer so schnell begeistert."
Wir gehen weiter. Er ist mit den weiteren Zuständen zufrieden.
"Gar nicht schlecht, der Zustand", sagt er.
Wir gehen hinein. Nach ein paar Minuten kommt eine Familie mit drei kleinen Kindern hinzu. Frau G kümmert sich nun um die Neuankömmlinge. Ich gehe mit Herrn M nochmal unter das Dach.
"Ja", sagt er, "das Dach muss isoliert werden. Man muss schauen, was hier drunter ist. Das ist laienhaft isoliert. Das muss neu."
"Mir gefällt es grundsätzlich", sage ich.
"Ja, mir auch", sagt er.
"Ich möchte es nehmen", sage ich.
"Dazu würde ich ich Ihnen auch raten", sagt er.
"Was soll ich nur sagen?" frage ich ihn.
"Sagen Sie doch einfach, Sie ziehen Montag ein."
Gute Idee.
Wir gehen wieder runter. Mittlerweile ist noch ein Pärchen eingetroffen. Es ist voll im kleinen Wohnzimmer und in der Küche. Was machen die alle in meinem Häuschen, frage ich mich? Als Herr M fortfährt, seine Baueinschätzung zu äußern, bremse ich ihn.
"Das können Sie mir ja dann gleich draußen erzählen."
Wir flüstern jetzt. Schließlich zahlen die anderen ihn ja nicht, da darf ich wohl seine Informationen für mich behalten, denke ich, obwohl ich sonst ja gern großzügig bin.
"Was soll ich nur anbieten?", frage ich ihn.
"Wie teuer sind denn die anderen Häuser gewesen?", fragt er mich.
"Welche anderen Häuser?"
"Na, Sie werden sich doch andere Häuser hier angeschaut haben", antwortet er.
"Nein wieso?", frage ich, "nur dieses hier. Ich brauche ja nur eins, das reicht doch. Ich will dieses."
"Sie sind ja entscheidungsfreudig", sagt er, "ich bewundere Sie dafür."
"Ja? Warum denn das?"
Mir ist nicht recht klar, was er meint. Ich denke, es ist nett gemeint.
"Danke" füge ich deshalb hinzu.
Frau G unterhält sich mit dem Familienvater. Ich will nicht weiter stören und nehme meine Jacke.
"Ich geh dann mal", sage ich.
"Sie haben ja noch ein bisschen Zeit", ruft Frau G mir zu.
Ich stutze. "Ja", sage ich, "klar."
Dann verschwindet sie mit dem Familienvater nach draußen und ich höre eben noch, wie er nach der Wasserleitung fragt. Da fällt mir ein, dass ich die natürlich auch noch sehen wollte. Ich gehe hinterher und winke Herrn M, der bereits draußen vor dem Grundstück wartet:
"Wir wollen uns eben noch die Wasserleitung ansehen."
"Achja", sagt er, und folgt uns.
Frau G hebt das Brett an und legt den Blick frei auf die Wasserleitung in der 1,50 m tiefen Grube. Wir schauen alle schweigend hinein.
"Sehr hübsch", entfährt es mir, und Frau G und ich lachen. Dann klappt sie den Deckel wieder zu. Der Familienvater geht zurück ins Haus und ich nutze die Gunst der Stunde, allein mit Frau G zu reden.
"Ich ziehe gleich morgen ein", sage ich.
Sie lacht. "Na, so schnell geht das nicht. Was bieten Sie denn?"
Ich winde mich.
"Ich weiß nicht, was soll ich denn sagen? Was, wenn andere dann mehr bieten," frage ich sie, "ich will doch das Haus."
"Sagen Sie doch einfach mal ein Angebot."
"Nein, wirklich, was soll ich denn sagen?"
"Na gut", sagt sie, "Machen wir es mal so. Der Sozialdienst freut sich, wenn er 20.000 bekommt, wenn es mehr ist, ist das gut, wenn es weniger ist, naja..."
"Ok", sage ich, und erinnere mich an Kinskys Worte, "ich habe hin und her überlegt und bin auf folgende Summe gekommen."
Frau G schaut mich interessert an.
"18.000", sage ich.
"Ah ja", erwidert sie, "das sind ja schon fast 20."
"Ja", sage ich.
"Geben Sie Ihr Gebot bitte schriftlich per mail ab, ja?"
"Ja, gern", antworte ich.
Wir verabschieden uns.
27 - 15.20 Uhr
Ich bin überpünklich vor Ort und warte auf Herrn M, den Baugutachter. Wir hatten uns vor dem Gelände um 15.20 verabredet. Doch er ist nicht da. Ich gehe mal kurz bis zum Häuschen, höre von drinnen Stimmen. Ob die wohl einen Vorteil haben, weil sie als Erste da sind?
Ich gehe zurück. 15.26. Kein Herr M.
15.28. Immer noch kein Herr M.
Auch um 15.29 noch kein Herr M weit und breit. Wahrscheinlich kommt er gar nicht? Ich gehe allein zum Haus. Wird schon werden.
Auf dem Weg kommen mir zwei Herrschaften entgegen. Ich grüße freundlich und weiß, dass sie sicher nicht einziehen werden.
Ich gehe zurück. 15.26. Kein Herr M.
15.28. Immer noch kein Herr M.
Auch um 15.29 noch kein Herr M weit und breit. Wahrscheinlich kommt er gar nicht? Ich gehe allein zum Haus. Wird schon werden.
Auf dem Weg kommen mir zwei Herrschaften entgegen. Ich grüße freundlich und weiß, dass sie sicher nicht einziehen werden.
Samstag, 21. August 2010
26 Nochmal fragen
Ich habe den Schrieb vom Grundbuchamt schon eine Weile im Auto liegen. Jetzt fahre ich durch Lübars und suche die angegebene Wohnadresse der Besitzerin vom Haus in der Alphastraße. Ich will es nochmal wissen. Morgen ist Besichtigung vom anderen Häuschen.
Tatsächlich. An dem schäbigen Hochhausklingelbrett steht ihr Name. Ich drücke den Klingelknopf. Und werde plötzlich nervös. Was sage ich denn, wenn sie antwortet? Ich bin unvorbereitet.
"Ja, hallo?" ertönt es aus dem Lautsprecher.
"Guten Tag! Ich bin Christiane Schinkel, aus Hermsdorf. (Ich dachte, lokale Verbindung macht sich vielleicht gut). Ich fahre seit Jahren an ihrem Grundstück vorbei (das stimmt) und interessiere mich schon ganz lange dafür (stimmt auch)."
"Kein Bedarf"
Harsch und knapp. Klick. Weg ist sie.
Blöde Kuh. Äh, ich meine, die arme Frau. Dass sie Grund genug hat, so unfreundlich zu sein, spricht ja nicht für ihr eigenes Glück. Die Arme.
Dann eben nicht.
Tatsächlich. An dem schäbigen Hochhausklingelbrett steht ihr Name. Ich drücke den Klingelknopf. Und werde plötzlich nervös. Was sage ich denn, wenn sie antwortet? Ich bin unvorbereitet.
"Ja, hallo?" ertönt es aus dem Lautsprecher.
"Guten Tag! Ich bin Christiane Schinkel, aus Hermsdorf. (Ich dachte, lokale Verbindung macht sich vielleicht gut). Ich fahre seit Jahren an ihrem Grundstück vorbei (das stimmt) und interessiere mich schon ganz lange dafür (stimmt auch)."
"Kein Bedarf"
Harsch und knapp. Klick. Weg ist sie.
Blöde Kuh. Äh, ich meine, die arme Frau. Dass sie Grund genug hat, so unfreundlich zu sein, spricht ja nicht für ihr eigenes Glück. Die Arme.
Dann eben nicht.
Freitag, 20. August 2010
25 Schwarzwald
Aus dem Schwarzwald stammt er nicht, sondern aus Mitte. Ich hatte den Baugutachter über das Internet gefunden. Nach einigem Hin und Her vereinbaren wir, dass er zur Besichtigung mitkommt und mich berät. Für 100 Euro.
24 Baugutachter
Ich beschließe, dem Beispiel von Petra zu folgen. Sie hatte bei ihrer Besichtigung einen Baugutachter mitgenommen. 100 Euro habe sie das gekostet.
Ob sie mir den Namen nennen könne?
Nein, keine Ahnung, sagt sie. Ist schon so lange her.
Ob sie mir den Namen nennen könne?
Nein, keine Ahnung, sagt sie. Ist schon so lange her.
Donnerstag, 19. August 2010
23 Keine Ahnung
Was mache ich nur? Ich habe doch keinen blassen Schimmer von Häusern. Ich rufe meinen Freund Kinsky an. Worauf ich wohl achten soll? Er wisse doch sicher ein paar gute Tipps, schließlich suchen er und seine Frau doch schon seit geraumer Weile in Frohnau. Und sie ist Immobilienmaklerin, sie kennt sich aus.
Er will ein paar Eckdaten. Fragt mich, was ich schon recherchiert habe.
"Recherchiert? Nein. Was denn?"
"Naja, Preise."
Wie groß sei denn das Haus?
"55 qm vielleicht", sage ich.
Er checkt direkt online, findet ein größeres Haus, nennt mir eine Zahl von 100.000 Euro.
"Zu teuer sage ich. Ich habe 50.000, damit muss ich hinkommen."
Frau F hatte gesagt, das Haus ist 10-15 Wert. Mehr nicht. Es muss ja noch eine Heizung rein. Und isoliert werden. Und dies und das.
"Was, wenn die anderen mehr bieten?", frage ich Kinsky.
"Sag doch 18, dann bist du näher an 20 dran."
"OK", sage ich, "danke."
"Viel Glück" wünscht er mir.
Er will ein paar Eckdaten. Fragt mich, was ich schon recherchiert habe.
"Recherchiert? Nein. Was denn?"
"Naja, Preise."
Wie groß sei denn das Haus?
"55 qm vielleicht", sage ich.
Er checkt direkt online, findet ein größeres Haus, nennt mir eine Zahl von 100.000 Euro.
"Zu teuer sage ich. Ich habe 50.000, damit muss ich hinkommen."
Frau F hatte gesagt, das Haus ist 10-15 Wert. Mehr nicht. Es muss ja noch eine Heizung rein. Und isoliert werden. Und dies und das.
"Was, wenn die anderen mehr bieten?", frage ich Kinsky.
"Sag doch 18, dann bist du näher an 20 dran."
"OK", sage ich, "danke."
"Viel Glück" wünscht er mir.
Freitag, 13. August 2010
22 Zurück
Wir sind von unserer Reise zurück. Ich schaue die Post durch, und finde einen Brief vom Sozialdienst. Besichtigungstermin am 21.08.10. Wow, Glück gehabt. Falls noch Interesse bestünde, möchte ich gern telefonisch einen Termin bestätigen.
Und ob ich Interesse habe. Ich bin der Zweite an dem Tag, erfahre ich, als ich einen Termin verabrede. Um 15.30 Uhr am 21.08. also.
Und ob ich Interesse habe. Ich bin der Zweite an dem Tag, erfahre ich, als ich einen Termin verabrede. Um 15.30 Uhr am 21.08. also.
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