Ich habe den Schrieb vom Grundbuchamt schon eine Weile im Auto liegen. Jetzt fahre ich durch Lübars und suche die angegebene Wohnadresse der Besitzerin vom Haus in der Alphastraße. Ich will es nochmal wissen. Morgen ist Besichtigung vom anderen Häuschen.
Tatsächlich. An dem schäbigen Hochhausklingelbrett steht ihr Name. Ich drücke den Klingelknopf. Und werde plötzlich nervös. Was sage ich denn, wenn sie antwortet? Ich bin unvorbereitet.
"Ja, hallo?" ertönt es aus dem Lautsprecher.
"Guten Tag! Ich bin Christiane Schinkel, aus Hermsdorf. (Ich dachte, lokale Verbindung macht sich vielleicht gut). Ich fahre seit Jahren an ihrem Grundstück vorbei (das stimmt) und interessiere mich schon ganz lange dafür (stimmt auch)."
"Kein Bedarf"
Harsch und knapp. Klick. Weg ist sie.
Blöde Kuh. Äh, ich meine, die arme Frau. Dass sie Grund genug hat, so unfreundlich zu sein, spricht ja nicht für ihr eigenes Glück. Die Arme.
Dann eben nicht.
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