Der verstorbene Herr hat sein Haus einer Sozialstation vererbt, die ihn bis zum Schluss häuslich versorgt hatten. Ich hatte von Frau F die Kontakdaten bekommen und rufe gleich dort an, um mich zu erkundigen.
"Frau Schinkel, ja, ich habe Ihre Daten vom Vereinsvorsitzenden bekommen. Ich melde mich, wenn es hier weiter geht. Das kann dauern, ersteinmal muss der Erbschein ausgestellt werden."
Sie meldet sich wieder bei mir, wenn es weiter geht.
Ich muss abwarten.
The story of the HAUS - das Tagebuch der Geschichte unseres Hauses. Bitte denk dran, ein Blog ist von unten nach oben aufgebaut. Wenn du beginnen möchtest, fange mit der ersten Geschichte vom Januar 2009 an und lese dich dann hoch. Am Ende des ersten Kapitels gibt es einen kleinen Link "Neuerer Post". Den Klicken, dann kommt Kapitel 2, am Ende des zweiten Kapitels usw... Viel Spaß! Deine SCHINKEL-COMPANY
Dienstag, 26. Januar 2010
Samstag, 23. Januar 2010
15 Tags drauf
Ich will mir das Haus sofort anschauen und verabrede, Frau F am Nachmittag zu besuchen. Nachdem ich Martina abgeholt habe, schauen wir es uns an. Wir stehen vor dem Grundstück und schauen über den Zaun auf das ungepflegte Grundstück. Das Haus steht hinter einer riesigen Edeltanne. Es ist klein. Und sehr süß. Ich mag es. Ich will es.
Freitag, 22. Januar 2010
14 Ende Januar
Keine Woche später finde ich eine Nachricht auf meinem Anrufbeantworter. Frau F, die Schriftführerin. Ein Herr sei verstorben. Deshalb werde in Kürze ein kleines Häuschen verkauft. Sie gibt meinen Namen an den Erben weiter. Man melde sich bei mir.
Freitag, 15. Januar 2010
13 Fünfzig Meter weiter
Wir finden ein Namensschild, Kleinhaussiedlung, Vorsitzender, Schriftführer. Martina schreibt sich alles auf.
Als wir weiter laufen, entdecken wir auf einem Briefkasten den Namen der Schriftführerin.
Im Haus brennt Licht. Es ist 19.00 Uhr. Wir klingeln. Sie öffnet die Tür, und als wir unser Anliegen erklären, kommt sie nach vorn, öffnet das Törchen zu ihrem Garten und lädt uns ein, hereinzukommen.
In der warmen Stube erzähle ich meinen Plan. Besser gesagt Martinas Idee. Für sie steht fest, dass ich besser ein Haus kaufe. Es entwickelt sich ein sehr nettes Gespräch.
Die Dame notiert sich meine Daten. Wenn mal was frei wird, denkt sie an mich, sagt sie.
Als wir weiter laufen, entdecken wir auf einem Briefkasten den Namen der Schriftführerin.
Im Haus brennt Licht. Es ist 19.00 Uhr. Wir klingeln. Sie öffnet die Tür, und als wir unser Anliegen erklären, kommt sie nach vorn, öffnet das Törchen zu ihrem Garten und lädt uns ein, hereinzukommen.
In der warmen Stube erzähle ich meinen Plan. Besser gesagt Martinas Idee. Für sie steht fest, dass ich besser ein Haus kaufe. Es entwickelt sich ein sehr nettes Gespräch.
Die Dame notiert sich meine Daten. Wenn mal was frei wird, denkt sie an mich, sagt sie.
12 Eine Stunde später
Es ist schon dunkel. Draußen liegt Schnee. Es ist ein kalter Januartag. Wir laufen durch die Siedlung. Lauter kleine Häuschen. Süß irgendwie. Martina sagt, es müsse hier irgendwo ein Schild vom Kleinhausverein hängen. Darauf finden wir vielleicht Namen von Ansprechpartnern.
11 Koordinatenverschiebung
Ich denke über die Betastraße nach. Will mir mein Häuschen dort vorstellen und ein bisschen planen. Während ich auf meinem Sofa liege und vor mich hin phantasiere, sehe ich das Häuschen klar vor mir. Irgendwas ist jedoch anders. Es liegt gar nicht in der Betastraße, sondern irgendwo links hinter der Alphastraße. Komisch. Aber immer, wenn ich korrigieren will, sehe ich dieses Viertel. Am nächsten Tag erzähle ich Martina davon.
"Ach da vorn? In der Kleinhaussiedlung?", antwortet sie
"Weiß nicht sage ich, links von der Schildower, gleich hier."
"Ja, da ist eine Kleinhaussiedlung, wollen wir sie uns mal anschauen? Komm wir machen einen kleine Spaziergang um den Block."
Ja, warum nicht.
"Ach da vorn? In der Kleinhaussiedlung?", antwortet sie
"Weiß nicht sage ich, links von der Schildower, gleich hier."
"Ja, da ist eine Kleinhaussiedlung, wollen wir sie uns mal anschauen? Komm wir machen einen kleine Spaziergang um den Block."
Ja, warum nicht.
Mittwoch, 13. Januar 2010
10 Lübars?
Lübars ist auch nicht schlecht, sagt Martina. Da gibt es eine Kleinhaussiedlung, kleine Häuser, kleine Preise, sagt sie. Mir ist das zu weit ab vom Schuss. Trotzdem machen wir einen Spaziergang durch die Siedlung. Auf dem Weg fragt sie eine Anwohnerin. Die berichtet von zwei zum Verkauf stehenden Hausern. Eines können wir auf der Stelle besichtigen. 80.000 plus 1000 qm Land. Zu teuer. Sowieso zu weit weg. Ich will in Hermsdorf bleiben.
Dienstag, 12. Januar 2010
9 Ein Spaziergang durch die Gegend
Martina ist heute durch die Betastraße gefahren. Da hat sie sich an das leere Häuschen erinnert. Es steht seit Jahren leer. Schönes Stück Land, kleines Häuschen drauf. Wir schauen uns das Grundstück an. Ich komme später nochmal wieder und befrage die Nachbarn. Denn ich habe beschlossen, dass ich es haben möchte.
Anfangs freundlich verweigern die Nachbarn plötzlich jede weitere Nachfrage nach der Besitzerin. Sie wohne schon lange in Westdeutschland. Eine Telefonnummer haben sie, aber sie geben sie mir nicht.
Beim Grundbuchamt besorge ich mir die Daten der Besitzerin. Sie ist in Berlin gemeldet.
Anfangs freundlich verweigern die Nachbarn plötzlich jede weitere Nachfrage nach der Besitzerin. Sie wohne schon lange in Westdeutschland. Eine Telefonnummer haben sie, aber sie geben sie mir nicht.
Beim Grundbuchamt besorge ich mir die Daten der Besitzerin. Sie ist in Berlin gemeldet.
Samstag, 9. Januar 2010
8 Anderntags
"Und, oh, guck mal hier ist auch ein Häuschen drauf. Willst du auch ein Haus?" Martina ist in ihrem Element. Ich nicht so.
"Ein Haus? Naja, dafür reicht doch mein Geld gar nicht. Ich habe nur 50.000."
Meinen Glaubenssatz vergesse ich immer wieder mal. Hier jedenfalls war das so.
Für Martina gab es allerdings keine Beschränkung, es ging ja auch nicht um sie selbst. Großzügig schmiedet sie eine Idee nach der anderen.
"Ja, aber, du könntest doch noch Geld aufnehmen. Wieviel könntest du dir denn vorstellen?"
Ein Kredit? Ich weiß nicht. Wirklich? Naja, warum nicht, man soll ja fürs Alter sparen, und jetzt, wo ich doch keine Rentenversicherung zahle, kann ich ja auch was abbezahlen. Mal drüber nachdenken.
"Ein Haus? Naja, dafür reicht doch mein Geld gar nicht. Ich habe nur 50.000."
Meinen Glaubenssatz vergesse ich immer wieder mal. Hier jedenfalls war das so.
Für Martina gab es allerdings keine Beschränkung, es ging ja auch nicht um sie selbst. Großzügig schmiedet sie eine Idee nach der anderen.
"Ja, aber, du könntest doch noch Geld aufnehmen. Wieviel könntest du dir denn vorstellen?"
Ein Kredit? Ich weiß nicht. Wirklich? Naja, warum nicht, man soll ja fürs Alter sparen, und jetzt, wo ich doch keine Rentenversicherung zahle, kann ich ja auch was abbezahlen. Mal drüber nachdenken.
Freitag, 8. Januar 2010
7 Irgendwann im Januar 2010
Zu Besuch bei meiner Freundin Martina erzähle ich ihr von meinem Plan. Sie ist sofort Feuer und Flamme. Schon immer wollte sie gerne Immobilienmaklerin sein. Und fragt mich jetzt, ob sie mir ein Grunstück suchen soll. Klar, darf sie! Ich habe eh noch nicht so die richtige Idee, wie ich vorgehen sollte. Aber Martina scheint das ganz genau zu wissen.
Sie ist in ihrem Element, und sucht sofort los. Ich stehe hinter ihr und beobachte, wie begeistert sie die Internet Recherche startet. Das überlasse ich ihr gern. Wenn es ihr Freude bereitet, ist das doch gut für uns beide. Hier, guck mal, das hier, gar nicht so teuer, und das hier, wie findest du das?
Zwangsversteigerungen sind gut, sagt sie. Spottbilig manchmal. In ein Haus ziehen, was andere aus Not verlassen mussten? Ich weiß nicht. Dahinter stecken doch Tragödien, damit fühle ich mich unwohl. Ja, oder hier, oder da...
Sie ist in ihrem Element, und sucht sofort los. Ich stehe hinter ihr und beobachte, wie begeistert sie die Internet Recherche startet. Das überlasse ich ihr gern. Wenn es ihr Freude bereitet, ist das doch gut für uns beide. Hier, guck mal, das hier, gar nicht so teuer, und das hier, wie findest du das?
Zwangsversteigerungen sind gut, sagt sie. Spottbilig manchmal. In ein Haus ziehen, was andere aus Not verlassen mussten? Ich weiß nicht. Dahinter stecken doch Tragödien, damit fühle ich mich unwohl. Ja, oder hier, oder da...
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