Sehr geehrte Frau Schinkel,
vielen Dank für Ihr Angebot. Ich muss Sie leider noch ein wenig um Geduld bitten. Sie werden nach meinem Urlaub am 26.09.10 von uns hören...
Vier Wochen? Wieviel Geduld soll ich denn noch üben? Das übersteigt fast das, was ich noch in der Lage bin wegzustecken. Ich beschließe, sie nicht anzurufen.
Ich antworte auf ihre mail, dass ich mich für ihre mail bedanke und also noch ein wenig Geduld übe und ihr einen schönen Urlaub wünsche. Senden.
Eine Sekunde später habe ich den Hörer in der Hand.
"Hallo Frau G, ich habe Ihnen gerade eine mail geschickt."
"Ach, habe ich noch gar nicht gesehen", sagt sie.
"Nein, das kann ich mir denken", sage ich, "sie ist ja gerade erst raus."
"Achso", sagt sie.
Schweigen.
"Und?", frage ich.
"Ich kann leider noch nichts sagen."
Aber dem Gespräch, das sich dann entwickelt, entnehme ich, dass sie sich mich als neue Bewohnerin des Hauses gut vorstellen kann. Das macht mich glücklich, für diesen Moment.
"Also, dann habe ich mal Geduld", sage ich, nocheinmal. "Schönen Urlaub!"
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