Endlich haben wir Über-Plus-Grade. Da können wir Fenster einsetzen, das Dach fertig machen, wir können die Küchenwand spachteln und lauter solche Sachen. Das ist toll.
Aber der Garten! Habe ich erwähnt, dass ich ihn gern aufgeräumt habe? Habe ich. Ich will mich ja nicht wiederholen, tue es aber jetzt trotzdem. In meinem Garten sieht es nämlich aus wie Kraut und Rüben. Tom kann das bestätigen. Könnte er, wenn man ihn fragte. Er war ja selbst heute da und hat es gesehen. Ihn hat es natürlich nicht gestört. Warum sollte es auch? Es ist schließlich eine Baustelle. Ein aufgeweichte, durchgematschte, vollgestellte Baustelle. Man erwartet das.
Vorhin ist mir klar geworden, dass mein Talent, das Haus jetzt schon so zu sehen wie es mal wird, nicht gleichzeitig die Fähigkeit beinhaltet, Müll, unordentliche Stapel ollen aufgeweichten Holzes und all die kleinen Styroporbröckchen aus meinem Sichtfeld zu blenden. Wenn ich das kann, stehen mir viele Wege offen. Die Politik zum Beispiel wäre einer davon.
Ich schweife ab. Obwohl. Da möchte ich nun doch gern noch einen Gedanken darauf verwenden. Wenn ich mir die Fähigkeit erhalte, schon jetzt zu sehen, wie es später aussieht, ohne gleichzeitig all das zu übersehen, was noch unaufgeräumt und zu tun ist, DANN kann ich in die Politik gehen. Die Politik von heute wäre dann Schnee von gestern.
Fabelhaft, zu welchen Erkenntnissen mein Häuschen gut ist. Nun, ich schweife wieder. Denn in die Politik zu gehen, entspricht nicht meinem größten Interesse. Nicht direkt jedenfalls. Es sei denn, sie kreieren ein Direktmandat für Glück. Parteilos. Das wär dann was anderes.
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